Samstag, 16. Dezember 2017

There and back again

Inzwischen ist mir vollkommen klar, warum „Herr der Ringe“ hier gedreht wurde - außer stundenlang durch coole Landschaften fahren oder laufen kann man in Neuseeland, gerade auf der Südinsel, nicht viel machen. Die „Städte“ sind den Namen nicht wert. Naja, und das hat Frodo ja auch gemacht: durch coole Landschaft laufen. Er hatte nen Ring, ich einen Ruchsack...sonst kaum Unterschiede. Gut, ich rasier mir die Beine. 
Müsste ich das hier beschreiben, würde das so klingen: Berg, Betg, Berg, wow - Seeeeeeeeeeeeeeeeeeeee - Berg, Berg, Schaf, Schaf, Schaf, Schaf, Schaf, Seeeeeeeeeeeeeeee, Berg, Berg, Haus - Wuh - Berg, Schaaaaaaaaaaaaaaafe, See, Berg,.... Deshalb: nur Bilder






 









Freitag, 8. Dezember 2017

Neuseeland - von Christchurch an die Westküste

Neuseeland- Mein erster Stopp Christchurch hat mich tatsächlich eher etwas erschreckt, denn obwohl das Erdbeben jetzt schon sieben Jahre zurückliegt, sind die Spuren immer noch überall sichtbar und die neuen Gebäude machen aus Christchurch eine sterile, moderne Stadt ohne jeden Charme.



Dafür wird man sofort entschädigt, wenn man einige Kilometer in die Umgebung fährt, denn schon die Halbinsel Richtung Osten bietet atemberaubende Ausblicke.






 
Außerdem campt man zwischen Schafen, Ziegen und Hühnern wie in einem kitschigen Heimatfilm.



Von dort ging‘s dann ab durch die Mitte entlang der 73 durch die Alpen an die Westküste. Landschaftlich - unsere Alpen nur ohne Menschen. 









Das größte Problem hier ist es eine Auswahl zu treffen, denn man stolpert fast ständig über Wanderschilder und könnte wochenlang durch die Gegend laufen. Also, hier ein paar der Spots, für die ich mich entschieden hab auf meiner Tour in den Süden der Südinsel. Ein bisschen unzugänglicher, lange Schotterpisten, aber das Ziel lohnt sich!!!















Der nächste Stopp sind die Gletscher Franz Josef und Fox, leider regnet es grad - aber bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter. Also, Regenjacke drüber und los! 

Sonntag, 3. Dezember 2017

Grampians - Hinterwäldler mit ganz viel Charme

Da war ich also nun in Dunkeld - schon der Name schien Programm, denn mit meiner Ankunft (vielleicht war ja auch ich schuld) kamen dunkle Sturm- und Gewitterwolken. Umso wärmer war der Empfang meiner Gastgeberin Lyn, die in einem Riesenhaus mit spektakulärem Ausblick wohnt. Sogar von meiner Toilette aus hatte ich, da direkt davor eine Tür nach draußen war, einen grandiosen Ausblick - die Schafe davor auf mich vielleicht weniger. 



Die Landschaft ist ein bisschen rauer als in den Blue Mountains und man braucht definitiv mehr Abenteuergeist, um hier in den Busch zu gehen, weil man wirklich kilometerweit auf Sandpiste ins Nichts fährt und die einzigen Lebewesen, denen man im Busch begegnet, sich hüpfend oder fliegend fortbewegen. Aber dafür findet man wirklich ein paar wirklich ursprüngliche Orte und man erhält ein Gefühl dafür, wie einsam das Leben hier draußen sein kann. 











Und endlich: meine erste Känguru-Begegnung - denn hier hüpfen die tatsächlich überall rum: über Straßen, auf Wegen, im Garten, zwischen Schafen und über jede Höhe von Zäunen. Allerdings hab ich keins mit roten Boxhandschuhen gesehen. 





Und auffällig ist, dass das hinterwäldlerische Dorfleben offensichtlich fast immer eine schräge, alternative Künstlerkommune hervorbringt - das war in Katoomba so, kann man ja auch in Kallmünz sehen und auch hier bin ich mit Lyn in den Genuss einer sehr schrägen Weihnachtsfeier gekommen.







Und ich mag‘s ja gar nicht sagen, aber ich verabschiede mich jetzt mal von den momentan superkalten 13 Grad und schau mal, was die Kiwis in Neuseeland so treiben. Ein bisschen Wehmut schwingt mit, denn Australien ist definitiv noch eine zweite und dritte Reise wert. Ich hab grad mal zwei States ein bisschen gesehen, würde es aber immer wieder in Slow traveling machen, weil die schönsten Momente passieren, wenn man sich etwas länger auf einen Ort einlässt und auch mal abseits der großen Sightseeing-Routen unterwegs ist. See ya, Aussies! 

Mittwoch, 29. November 2017

Great Ocean Road - Never ending Küste

Seit 5 Tagen fahr ich jetzt also die B100 - die Great Ocean Road und erhalte einen minimalen Eindruck davon, was es heißt, dieses riesige Land einmal zu umrunden: links Meer, rechts Busch - wahlweise andersrum 














Manchmal gibt’s dann auch noch ein bisschen Nationalpark, wenn man sich wie ich entscheidet an ein, zwei Orten ein bisschen länger zu bleiben als für das Fotoshooting. 










Aber eigentlich wird das Leben hier tatsächlich von einem bestimmt: dem Ocean und dem Surf. Hier hat jeder, wirklich jeder ein Surfbrett im Kofferraum oder auf der Ladefläche und in den Geschäften begrüßt man sich mit: „Hey Buddy, how was the surf?“ 



Das Reisevolk hier ist eine Kategorie für sich. Inzwischen antworte ich auf die Frage, wie lang ich unterwegs bin, dass ich NUR insgesamt vier Monate geplant habe, denn die meisten hier sind schon ein Jahr unterwegs, sind noch mindestens ein Jahr unterwegs oder waren noch nie was anderes als unterwegs. Nach Tipps braucht man die dritte Sorte nicht fragen, weil Zeit und Raum keine Bedeutung hat und man höchstens mit der Gegenfrage konfrontiert wird, wo man denn eigentlich grad hier ist. 
Mein nächstes Ziel sind die Grampians - mal wieder bisschen Berg nach Küste dachte ich mir. Und vielleicht nach den 40 Grad hier auch Abkühlung.